Pädagogisches Konzept

 

 

 

 

 

1.    Einleitung, Sinn und Zweck

 

2.    Leitgedanken

 

3.    Pädagogische Ziele

 

4.    Spielen / Spielformen

 

5.    Räumlichkeiten / Material

 

6.    Essen

 

7.    Körperpflege / Gesundheit

 

8.    Schlafen / Ruhezeit

 

9.    Eingewöhnung

 

10.Zusammenarbeit mit den Eltern

 

11.Umsetzung

 

 

1. Einleitung, Sinn und Zweck

 

 

 

1.1 Einleitung

 

Das Pädagogische Konzept des Vereins „Kita Sandy´s Piratenland’ zeigt unsere Arbeitsweise und Grundeinstellungen sowie Führungshaltung gegenüber den zu betreuenden Kindern sowie ihren Eltern. Alle Mitarbeiter/innen arbeiten nach diesem Pädagogischen Konzept.

 

Es hilft zur Orientierung und schafft ein optimales Arbeitsklima.

 

 

 

1.2 Sinn und Zweck von Sandy´s Piratenland

 

Der Verein „Kita Sandy´s Piratenland“ bietet eine familienergänzende Kinderbetreuung, welche den Eltern die Möglichkeit gibt, ihr Kind in kompetente Hände zu geben. Die Kinder in Sandy´s Piratenland werden ab dem vollendeten 3. Lebensmonat bis Ende der 6. Klasse in einer familiären Atmosphäre mit viel Liebe und Geborgenheit betreut. Jedes Kind soll seine Persönlichkeit entdecken und entwickeln können. Im Spiel und in den individuellen spielerischen Förderaktivitäten werden diese unterstützt und begleitet. Die Bedürfnisse und Ideen der Kinder werden in die Tagesabläufe mit einbezogen. Der angepasste Tagesablauf wird dem Alter, den Fähigkeiten und den Interessen der Kinder entsprechend gestaltet. Mit Strukturen und Ritualen werden im Tagesablauf gewisse Fixpunkte gesetzt. Diese geben den Kindern Sicherheit und Orientierung im Alltag, welche zu Geborgenheit und Wohlbefinden beitragen.

 

 

 

2. Leitgedanken

 

 

 

2.1 Aus Erziehung wird Beziehung...

 

Die Qualität in der pädagogischen Arbeit ist dann gewährleistet, wenn wir Erwachsenen fähig sind, tragende Beziehungen zu den Kindern, welche wir betreuen, aufzubauen.

 

Dies erfordert von uns Selbstreflexion und persönliche Auseinandersetzung.

 

Wir Erwachsenen tragen immer die Verantwortung für die Stimmung, den Umgang und die

 

Qualität der Beziehung untereinander.

 

 

 

Wir sind Vorbilder darin, wie wir miteinander und mit uns selbst umgehen. Wir leben den Kindern vor, gleichwürdig miteinander umzugehen, Konflikte wertschätzend zu lösen, Unterschiede zu respektieren, uns gegenseitig anzuerkennen, zu uns und unseren Gefühlen zu stehen und verantwortungsbewusst damit umzugehen.

 

 

 

2.2 Betreuungsgrundsätze

 

  • Die Kindergruppe wird in die Entscheidungsprozesse von Sandy´s Piratenland mit einbezogen.
  • Die Kinder und das Betreuerteam pflegen einen sachbezogenen Meinungsaustausch und respektieren dabei die gesellschaftlichen Kommunikationsregeln.
  • Das Handeln des Betreuerteams ist geleitet von den Wünschen der Kinder und der Eltern im Hinblick auf ein positives Klima in Sandy´s Piratenland.
  • Das Betreuerteam gibt den Kindern die Möglichkeit, sich dem Alter entsprechend weiter zu entwickeln.

 

 

 

  • Die Kinder werden vom Betreuerteam in der Selbst- und Sozialkompetenz gefördert und unterstützt.
  • Die Kinder entdecken verschiedene Spielformen, in denen sie ihrer Kreativität und ihren Fantasien freien Lauf lassen können.
  • Das Betreuerteam lebt den Kindern eine positive Lebenseinstellung vor.

 

 3. Pädagogische Ziele

 

 

 

3.1 Entwicklung und Lernen

 

Die Kinder dürfen in einer familiären Gruppe ihren Alltag erleben. Sie haben genügend Freiraum für das gemeinsame Spielen. Die Kinder können sich bei Bedarf zurückziehen und ihren eigenen Interessen nachgehen. Klein und Gross lernen voneinander, unterstützen sich gegenseitig und lernen respektvoll miteinander umzugehen. Die Betreuer/innen unterstützen dabei die Kinder in der Entwicklung von Lernstrategien und Konfliktfähigkeit.

 

 

 

Sie schaffen und bieten den Kindern den Raum und das Umfeld, um selbstbestimmte Erfahrungen zu machen und dadurch an Selbstvertrauen zu gewinnen.

 

 

 

Der Verein „Kita Sandy´s Piratenland“ und deren Mitarbeiter/innen fördern die Neugierde der Kinder und lassen dabei Irrtümer, Umwege und Misserfolge zu. Die Betreuer/innen ermöglichen den Kindern selbstständig die Erfahrungen zu machen, die sie brauchen.

 

 

 

 3.2. Kreativität

 

Unter Kreativität verstehen wir die Fähigkeit etwas vorher nicht da Gewesenes und Neues zu kreiren. Der Verein „Kita Sandy´s Piratenland“ und deren Mitarbeiter/innen fördern die Kinder beim kreativen Denken und unterstützen sie dabei eigenständige Ideen zu entwickeln und Lösungen zu finden. Dies bedeutet unter anderem, dass die Betreuer/innen „Langeweile der Kinder“ zulassen, bis die Kinder eigenständig auf eine Idee kommen, wie sie ihren Alltag etc. gestalten möchten. Die Betreuer/innen schaffen dafür die benötigte, optimale Umgebung, bringen jedoch keine Ideen, wie man der „Langeweile“ entgehen könnte.

 

 

 

3.3 Sozialkompetenz

 

Der Verein „Kita Sandy´s Piratenland“ und deren Mitarbeiter/innen motivieren und führen die Kinder zu selbstbestimmendem und verantwortungsbewusstem Handeln. Dazu lernen die Kinder in der Gruppe soziales Verhalten. Die Kinder bauen Beziehungen zu anderen Kindern und Betreuer/innen auf. Es ist dem Verein „Kita Sandy´s Piratenland“ wichtig, dass dies unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, Nationalität und anderen Unterschieden geschieht. Die Betreuer/innen unterstützen die Kinder dabei aufeinander Rücksicht zu nehmen und sich gegenseitig zu respektieren. Die Mitarbeiter/innen sind besorgt, dass die Kinder auch Konflikte austragen und selbstständig lösen dürfen.

 

Die Betreuer/innen gehen bei Konflikten dazwischen, wenn ihre persönliche Grenze überschritten wird (zum Beispiel, wenn ein Kind schlägt oder beißt). Dies wird liebevoll von den Mitarbeiter/innen begleitet, indem sie den Kindern „Worte für das Geschehene“ geben:

 

 

 

Betreuer/in: „Oh, das ist mir zu fest/wild etc... Ich sehe, ihr möchtet beide dieses Auto zum spielen haben. Habt ihr eine Idee, was ihr machen könnt, wenn ihr beide mit dem Auto spielen möchtet?“

 

 

 

3.4 Sprachkompetenz

 

Der Verein „Kita Sandy´s Piratenland“ und deren Mitarbeiter/innen fördern die Kinder in Ihrer Sprachentwicklung. Die Betreuer/innen sind Vorbilder in der Sprache und leben den Kindern die Freude der Sprache vor. Wir legen Wert auf Respekt aller Sprachen und sehen Mehrsprachigkeit als Chance und Bereicherung für die Kinder. Der Verein „Kita Sandy´s Piratenland“ benennt Gegenstände ohne „Verniedlichungsform“.

 

Beispiel:

 

Auto – ein kleines Auto                                   /   nicht: ein „Autöli“

 

Ein großer Löffel – ein kleiner Löffel /    nicht „Löffeli“

 

3.5 Motorische Kompetenzen

 

Der Verein „Kita Sandy´s Piratenland“ und deren Mitarbeiter/innen berücksichtigen den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder bei der Organisation des Tagesablaufs. Die Betreuer/innen lassen dabei den Kindern den nötigen Freiraum ohne die Sicherheit zu vernachlässigen. Sie fördern dabei die Entwicklung der körperlichen Fähigkeiten sowie des Körpergefühls der Kinder.

 

 

 

Um die motorische Kompetenzen der Kinder optimal zu fördern legt der Verein „Kita Sandy´s Piratenland“ grossen Wert auf Aufenthalte und Ausflüge im Freien.

 

 

 

3.6 Natur und Umwelt

 

Die Kinder sollen die Natur erleben und respektieren. Die Betreuer/innen sorgen dafür, dass die Kinder auf spielerische Weise elementare Erfahrungen in der Natur sammeln können. Während den Aufenthalten und Ausflügen im Freien sollen die Kinder die verschiedenen Elemente unserer Umgebung kennenlernen. Dabei wird ihnen ein respektvoller und achtsamer Umgang mit unserer Umwelt biegebracht und vorgelebt.

 

 

 

3.7 Regeln

 

Das Einhalten von Regeln ist wichtig für ein respektvolles Zusammenleben in einer Gruppe. Dazu werden die Kinder durch die Betreur/innen zur Einhaltung notwendiger Regeln angehalten. Dies soll vorzugsweise durch ein Vorleben von Einhaltung der Regeln durch die Mitarbeiter/innen erfolgen.

 

 

 

Gleichzeitig ist jedoch auch das bewusste Brechen oder Umgehen von Regeln und die Erfahrung, der daraus erfolgenden Konsequenzen ein notwendiger Lernprozess. Die Betreuer/innen sind sich dessen bewusst und bemühen sich, die Kinder diesen Entwicklungsschritt mit der notwendigen Gelassenheit erfahren zu lassen.

 

 

 

Der Verein „Kita Sandy´s Piratenland“ beschreibt „erfolgende Konsequenzen“ folgendermaßen:

 

 

 

Wir vereinbaren als „Regel“ zum Beispiel, dass wir alle Regenkleidung tragen, wenn es draußen regnet. Eines der Kinder möchte dies jedoch nicht. Die Mitarbeiter/innen antworten darauf: „Wir haben gemeinsam vereinbart, dass wir alle Regenkleidung anziehen. Ich merke du möchtest das nicht, ich will, dass wir alle Regenkleidung anziehen.“

 

Falls das Kind weiterhin bei seinem Standpunkt bleibt, lassen wir es ohne Regenkleidung hinaus gehen und sorgen dafür, dass wir Wechselkleidung und Regenkleidung mitnehmen.

 

Die erfolgende Konsequenz wäre, dass das Kind selbst bemerkt, dass es nass wird, wenn es draußen regnet und man keine Regenkleidung trägt.

 

 

 

4. Spielen/Spielformen 

 

Spielräume und eine kindereigene Spielkultur ist nicht bloss eine gutgemeinte kinderfreundliche Idee sondern ein grundlegendes Kinderrecht, über das Kinder gemäss der UN-Kinderrechtskonvention (Artikel 31) verfügen.

 

 

 

Wir haben folgende zwei Spielformen: Freispiel und geplante Sequenzen.

 

4.1  Freispiel

 

Das Wort „Freispiel“ finden wir etwas unpassend, da „Spiel“ ja immer FREI sein sollte. Doch aufgrund der vielen Bildungsangebote wird das normale kindliche Spielen heutzutage als „Freispiel“ bezeichnet.

 

Kinder verarbeiten beim Spielen viele Eindrücke und Erlebtes. Dafür brauchen sie genügend Freiräume (ohne Erwachsene) und andere Kinder. Für den Verein „Kita Sandy´s Piratenland“ und deren Mitarbeiter/innen bedeutet dies, dass die Kinder selbst wählen, ob sie alleine oder in der Gruppe spielen wollen. Die Betreuer/innen sind anwesend, ziehen sich jedoch währenddessen ganz bewusst als stille, passive Beobachter/innen zurück.

 

Kinder sollen ihre eigene Balance zwischen dem ICH und dem WIR finden können. Dies lernen sie zum Teil in der Familie, vor allem jedoch im Umgang mit anderen Kindern. Einerseits lernen sie, sich in die Gruppe einzubringen und zu integrieren, andererseits ist es wichtig, dass sie ihr Durchsetzungsvermögen für eigene Interessen ausbauen können.

 

 

 

4.2 geplante Sequenzen

 

Die geplante Sequenz ist eine spielerisch geplante Aktivität von der Fachperson, in welcher sie ein Thema aufgreift. Mit der Sequenz werden die Kinder bewusst spielerisch gefördert und in ihrem Fach-/Sachwissen, Sozialkompetenz, Selbstkompetenz und in ihren Fantasien gefördert und unterstützt.

 

 

 

5. Räumlichkeiten / Ausstattung / Material

 

Der Verein „Kita Sandy´s Piratenland“ ist ein „offenes Haus“, die Kinder dürfen jederzeit frei wählen in welchem Zimmer sie spielen möchten.

 

 

 

Kinder entwickeln ihr Wesen durch das Spiel. Sie brauchen dafür sinnesanregende und gestaltbare Räume. Ihr Fühlen, Denken, Wollen, ihre Kreativität und Fantasie ebenso wie

 

 

 

ihre motorischen Fähigkeiten, sind im freien Spiel gleichwertig engagiert. Über echte Sinneserfahrungen begreifen Kinder die Welt. Spielen ist ein wesentlicher Aspekt der Kinderkultur und somit die Art der Kinder, ihr Umfeld und die Gesellschaft mitzugestalten. Spielen ist somit nicht nur die Basis jeglicher kindlicher Entwicklung sondern auch eine Form von Kommunikation und Interaktion – mit anderen Kindern, mit der Umwelt, zwischen Generationen und Kulturen. Für die Erwachsenen geht es darum, Spiel als kulturellen Eigenwert der Kinder zu verstehen und das Spiel an vielerlei Orten, zu vielerlei Themen und Anlässen und in vielerlei Formen zuzulassen, zu unterstützen und zu stärken.

 

 

 

Zur Verfügung stehen folgende Zimmer und Materialien:

 

-        Familienzimmer:

 

In diesem Zimmer stehen den Kindern verschiedene Spielsachen zur Verfügung, um Rollenspiele durchzuführen. Des weiteren wird es als Schlafzimmer für den Mittagsschlaf der Kinder genutzt.

 

 

 

-        Piratenzimmer:

 

Tische und Stühle (unsere Schulkinder können wählen, ob sie in diesem oder einem anderen Zimmer ihre Hausaufgaben erledigen möchten), Gesellschaftsspiele, Konstruktionsspielsachen (Lego etc.), Bastelmaterial

 

 

 

-        Kleinkindzimmer:

 

Dieses Zimmer ist ausschließlich für Kinder bis Kindergartenalter gedacht. Bei der Ausstattung hat der Verein „Kita Sandy´s Piratenland“ darauf geachtet, Spielmaterial zu verwenden, dass die Fein- und Grobmotorik der Kleinkinder fördert.

 

 

 

 

 

 

 

-        Gumpizimmer:

 

Das Gumpizimmer befindet sich im Dachgeschoss des Hauses und verfügt über verschiedene Bewegungsmaterialien und Matten. Kinder ab 4 Jahren dürfen selbstständig in diesem Zimmer spielen, auch ohne direkter Aufsicht von Erwachsenen.  Sobald Kinder unter 4 Jahren im Gumpizimmer spielen möchten, werden sie von mindestens einer Betreuungsperson begleitet.

 

 

 

 

 

6. Essen 

 

Die Freude am gesunden Essen steht im Vordergrund, es wird kein Kind zum Essen gezwungen. Die Kinder dürfen ihr Essen selber schöpfen und sagen, wann sie genug haben. Die Kinder werden motiviert, auch neue Lebensmittel auszuprobieren. Auf frisch zubereitetes, ausgeglichenes Essen, welches zur Gesundheit und Entwicklung der Kinder beiträgt, sowie die Verwendung saisonaler und regionaler Produkte legen wir grossen Wert. Der Menüplan ist kindsgerecht und wird mit Hilfe der Lebensmittelpyramide mit grösster Sorgfalt zusammengestellt.

 

 

 

6.1 Verhalten am Esstisch

 

Da die Altersspanne der betreuten Kinder sehr groß ist, hat sich der Verein „Kita Sandy´s Piratenland“ für folgende Regelung am Esstisch entschieden:

 

 

 

Kinder, die mit ihrer Portion fertig sind und nicht mehr schöpfen möchten, dürfen ihren Essbereich (Teller, Besteck, Glas) in die Geschirrspülmaschine einräumen und vom Tisch gehen.

 

 

 

 

 

7. Körperpflege / Gesundheit

 

 

 

7.1 Körperpflege

 

Körperhygiene wird den Kindern beigebracht und soll dem Alter entsprechend von den Kindern erlernt und durchgeführt werden. Die Betreuer/innen motivieren die Kinder spielerisch. Die Intimsphäre wird respektiert und gewahrt. Die Mitarbeiter/innen sind verantwortlich für die Körperpflege und die Gesundheit der Kinder während der Betreuungszeiten.

 

Vor und nach den Mahlzeiten achten wir darauf, dass die Kinder ihre Hände waschen. Zähne werden nach dem Mittagessen geputzt.

 

 

 

7.2 Gesundheit

 

Wenn Ihr Kind krank ist, kann es nicht kommen. Bei Erkrankung Ihres Kindes während der Anwesenheit im Verein „Kita Sandy´s Piratenland“, werden die Erziehungsberechtigen informiert und gebeten, ihr Kind abzuholen. Ein krankes Kind fühlt sich zu Hause besser, erholt sich schneller und steckt die anderen nicht an.

 

 

 

8. Schlafen/Ruhezeit

 

Die Kinder dürfen am Mittag schlafen oder eine Ruhezeit machen. Jedes Kind darf seinen persönlichen Gegenstand in die Mittagsruhe mitnehmen (Nuggi, Nuschi, Plüschtier, Pullover…). Die Kinder haben, wenn möglich, immer denselben Schlafplatz. Dies gibt Sicherheit und Geborgenheit. Eine Betreuungsperson bleibt bei den Kindern, bis alle eingeschlafen sind.

 

  

 

9. Eingewöhnung 

 

Die Eingewöhnungszeit ist für das Kind, die Eltern und für das Betreuerteam ausserordentlich wichtig. Eine gute Eingewöhnung ist zentral für das Wohlbefinden des Kindes sowie der übrigen Beteiligten und, nach unserer Ansicht, allgemein positiv für die gesunde Entwicklung des Kindes.

 

Die Kinder sollen sich sanft in einer Eingewöhnungsphase von ca. 2 Wochen an eine Bezugsperson, die neue Umgebung und neue Kinder gewöhnen. Die Eltern sollten während dieser Eingewöhnungszeit in der Nähe sein, so dass sie innert kürzester Zeit zurückkommen können, wenn sich das Kind nicht beruhigen lässt. Das Ziel einer Bezugsperson ist, dem Kind Sicherheit und Geborgenheit zu geben. Die Bindung an eine Bezugsperson ist gelungen, wenn sich das Kind von der Bezugsperson beruhigen und trösten lässt. Die Bezugsperson begleitet das Kind durch den Alltag. In diesen ersten 2 Wochen geht es darum, sich kennen zu lernen und Vertrauen zueinander aufzubauen.

 

Die 2 Wochen stellen einen Erfahrungswert dar – alle Kinder sind verschieden und reagieren unterschiedlich. Wir werden für jedes Kind genügend Zeit haben um jede Eingewöhnung ganz individuell jedem Kind und seinen Eltern anzupassen.

 

 

 

Eingewöhnungsschritte

 

1. Tag ca. 1 Stunde Eintrittsgespräch/ Vertragsabschluss

 

2. Tag ca. 1 Stunde

 

3. Tag ca. 2 Stunden

 

4. Tag ca. 4 Stunden mit Mittagessen

 

5. Tag ca. 6 Stunden mit Mittagessen und Z`vieri

 

6. Tag ca. 8 Stunden ganzer Tag.

 

 

 

 

 

10. Zusammenarbeit mit den Eltern 

 

Elterngespräche werden auf Wunsch von Eltern oder vom Team durchgeführt. Die Eltern sind und bleiben die Hauptbezugspersonen. Die Eltern und das Kind sollen sich wohlfühlen bei uns. 

 

Das wichtigste Kommunikationsgefäss für das Team und die Eltern ist das

 

„Tür-/Angelgespräch“! Die Eltern räumen sich genügend Zeit ein, wenn sie ihr Kind abholen.

 

Die Eltern und das Team pflegen eine ehrliche, offene und respektvolle Kommunikation.

 

Die gute Zusammenarbeit mit den Eltern ist von grosser Bedeutung und sehr wichtig für das Vertrauen. Fragen und Anliegen der Eltern werden ernst genommen und wenn möglich berücksichtigt.

 

Informationen werden jeweils an einer Infowand publiziert und/oder den Eltern schriftlich mitgeteilt.

 

 

 

 

 

11. Umsetzung

 

Aufgrund der Individualität der betreuten Kinder und des Bezugspersonals kann die Umsetzung des pädagogischen Konzepts variieren. Grundsätzlich werden aber die folgenden Punkte befolgt:

 

 

 

Die 4 Grundwerte des dänischen Familientherapeuten „Jesper Juul“ Integrität, Authentizität, Verantwortung und Gleichwürdigkeit geben uns den Boden und die Richtung im Umgang mit

 

uns selbst, den Mitmenschen und in unserer pädagogischen Arbeit.

 

 

 

Verantwortung

 

Wir Erwachsenen tragen immer die Verantwortung für die Qualität der Beziehung zu den

 

Kindern.

 

 

 

Integrität

 

Die Integrität des Kindes zu schützen, bedeutet seine Grenzen zu respektieren

 

und seine Gefühle und Bedürfnisse ernst zu nehmen und zu achten.

 

 

 

 

 

Authentizität

 

Wir spielen keine pädagogischen Rollen. Wir zeigen uns als Menschen. Wir

 

gehen ehrlich und authentisch mit unseren eigenen Gefühlen um.

 

 

 

Gleichwürdigkeit

 

Wir nehmen die Gedanken, Reaktionen, die Gefühle, das Selbstbild, die Träume und die innere Wirklichkeit des Kindes gleich ernst, wie die der Erwachsenen.

 

 

 

 

 

 

Das Pädagogische Konzept wurde durch den Vorstand und die Geschäftsführung des Vereins „Kita Sandy´s Piratenland“ am 03. Januar 2018 verabschiedet und in Kraft gesetzt.